Wachau Radmarathon 2008
oder “Warum zwei Geburtstagsfeiern zuviel sind”
Am 20. Juli 2008 war´s, für manche zumindest, zum 10ten Mal soweit: Der Wachauer Radmarathon stand am Programm. Auch für mich gings das erste Mal an den Start über die lange Distanz mit 158 hügeligen Kilometern mit fein daruntergemischten 2300 Höhenmetern. Mit am Start auch Rohregger, Eibegger und Trampusch – ersterer frischer Sieger der Österreich-Rundfahrt.
Etwas müde und verschlafen stehe ich um 9.00 Uhr am Start und geh mit etlichen anderen auf die Strecke. Der Wettergott meints zum Glück – und gleich vorweg auch die restliche Zeit – halbwegs gut mit uns und somit ist´s mehr bewölkt als regnerisch. Neutralisiert gehts über die ersten Kilomter und das Feld bewegt sich entlang der Donau zum ersten längeren Anstieg über 600hm. Schon beim rein fahren merke ich, dass die Beine noch halbwegs müde sind versuche allerdings trotzdem draufzuhalten und kämpe mich mit 175-180 Puls den Berg rauf. Oben formiert sich eine kleine Gruppe mit sieben oder 8 Fahrern und wir versuchen gleich zu weiteren vor uns fahrenden aufzuschließen. Mit System gearbeitet wird kaum und wir erkennen bald, dass wir eigentlich nur zu dritt Interesse daran haben vorwärts zu kommen. Somit waren die nächsten Stunden eigentlich nur von einigen wenigen Sachen gekennzeichnet: Entweder am Berg mit Gegenwind oder im Flachen mit Gegenwind oder Bergab mit Gegenwind entweder mit Ausreißenden auszureissen oder selber die Initiative zu ergreifen und versuchen andere zu motivieren sich von unserer mittlerweile 20 Fahrer umfassenden Gruppe zu lösen.
Nachdem ich einerseits gemerkt habe, dass ich am ersten Berg den Kontakt zu den Fahrern von denen ich im Flachen proftieren kann verloren habe und mir das Tempo in unserer Gruppe auch zu gering erschien habe ich das Spiel mit diversen Attacken mitgespielt. Der Gegenwind und die harten Antritte haben natürlich dazu beigetragen, dass ich dabei ordentlich Körner gelassen habe aber bei jedem Anstieg haben sich dann doch einzelne Fahrer nach hinten verabschiedet.
Nachdem eine wirklich starke Zeit sowieso nicht mehr möglich war habe ich auch vorm letzten Anstieg mein Tempo gehalten was dann für mich und zwei weitere Tempomacher unserer Gruppe am letzten Berg mehr als bestraft wurde. All jene die sich die letzten 125km in unserem Windschatten haben halten können haben sich plötzlich gezeigt und wir haben auf den letzten 300hm reissen lassen müssen. Auch die beiden verbleibenden Fahrer haben sich dann noch absetzen können und so bin ich alleine über die letzte Abfahrt und die verbleibenden 10km nach MAutern zurück geradelt.
Mit einer Zielzeit von 4:54:29 bin ich eigentlich recht zufrieden. Taktisch gesehen war das Rennen in Wahrueit katsatrophal – allerdings hat´s doch Spaß gemacht der Gruppe zumindest zeitweilig meinen Stempel aufzudrücken. Vielleicht wär´s nicht verkehrt gewesen das freitägliche und auch das samstägliche Geburtstagsfest von Freunden auszulassen – aber einerseits ist man im nachhinein immer gescheiter und das Feiern gehört in meiner Leistungsklasse halt einfach auch zum Leben
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Salzkammerguttrophy 2008
Nicht wirklich tadellos verlaufen sind sie die Vorbereitungswochen auf die Salzkammerguttrophy 2008 obwohl diese ja eigentlich als der erste Saisonhöhepunkt geplant war. Nach dem Amade-Radmarathon einige Wochen vorher bin ich gleich mal ordentlich krank gerworden und zwei Wochen gelegen. Danach haben mich für 1,5 Wochen extrem starke Schulterverspannungen davor bewahrt meinen Körper in sportlicher Hinsicht zu belasten. Auch der Berchtesgadenerland-Radmarathon der mich wieder auf die Wettkampfstraße zurückbringen hätte sollen ist ganz und gar nicht in meinem Sinne verlaufen und ich hab am zweiten Hauptanstieg das Rennen vollkommen geschwächt beendet.
Sowohl körperlich als auch im Kopf ziemlich leer habe ich dann die folgenden Wochen etwas sehr zurückhaltend weitertrainiert und gleichzeitig den Hauptwettkampf “Salzkammerguttrophy 2008″ zum Trainingswettkampf degradiert. So bin ich dann am 12. Juli 2008 an der Startlinie gestanden. Mit wenig Zuversicht und Selbstvertrauen und mit viel Regen und noch mehr Respekt vor den nächsten 109km und 3582hm. Die erste Auffahrt auf den Raschberg bin ich recht gemütlich angegangen. Den Puls immer im Bereich um die 165 Schläge pro Minute und damit deutlich unter meiner Schwelle. Umso verwunderlicher war es für mich, dass ich am Raschberg den Anschluss an die meisten Mitstreiter in meiner Leistungsklasse halten hab können. Über die Hütteneckalm runter nach Laufen bin ich gut mitgekommen noch dazu wo mir Downhillpassagen wie die durch die “Ewige Wand” sowieso liegen. Die Durchfahrt durch Laufen samt den Stiegen war wie immer spektakulär und bei der nächsten Labe hab ich durch meinen Vater (Non-playing Capatin) auch schon die erste Flasche gereicht bekommen.
Die Fahrt rüber nach Hallstatt war geprägt durch etwas Taktieren und Windschattenfahren. Das Wetter hat sich mittlerweile von regnerisch/kalt auf sonnig/warm umstimmen lassen und mit 27grad gings rein ins Echerntal um den 1000hm langen Hauptanstieg auf die Roßalm hinter mich zu bringen. Nach gut 56Minuten war dieser Streckenabschnitt erledigt – selbstverständlich nicht ohne die obligatorischen mentalen Tiefpunkte die wahrscheinlich unweigerlich zu diesem Anstieg dazugehören. Nach wie vor lag ich zeitmässig noch recht akzeptabel im Rennen – war es doch mein Ziel ausgehend von meiner Vorjahreszeit von 6:32:00 in Anbetracht der schlechten Vorbereitung das Rennen sub7:00:00 zu beenden.
Die Abfahrt runter Richtung Gosausee und zum nächsten Treffpunkt mit meinem Vater bin ich recht forsch angegangen um zeitmässig für den letzten zwar nicht allzulangen (500hm) aber wahrscheinlich schmerzhaftesten Anstieg noch Reserven zu haben. Auf der längsten und gleichzeitig schnellsten Geraden dieser Abfahrt machte mir die Technik jedoch einen kleinen Strich durch die Rechnung. Bei ca. 75km/h hat das Hinterrad durchgeschlagen und ein klassicher Snake-Bite sorgte dafür, dass ich mich minutenlang mehr mit dem Wechseln meines Schlauches am Hinterrad denn mit dem Kampf gegen die Zeit auseinandergestzt hab.
Nach diesem kleinen Malheur gings weiter Richtung Gosausee von wo aus ich mit frisch gefüllten Flaschen den “Schlussanstieg” in Angriff nahm. Die letzten 500hm wurden dann wirklich zur Qual. Hitze, ein Motivationsloch, Kraftlosigkeit, die Sinnfrage … alles auf einmal schien gegen mich zu arbeiten. Und noch dazu sind zwei meiner unmittelbaren Konkurrenten die ich in der Regel stärker einschätze als mich, mit denen ich mich aber bis dahin duelliert habe, auch noch ausgestiegen aus dem Rennen und somit als Leistungsanreiz weggefallen. Mit mehr Mühe und Not denn Freude habe ich mich noch über den letzten Anstieg gekämpft und dabei noch etliche Plätze abgeben müssen. Von Goasu-Vordertal raus zu Hallstättersee sind die Kräfte langsam wieder zurückgekehrt ud ich hab gemeinsam mit einem deutschen Fahrer gut Tempo zurück nach Goisern machen können.
Nach 6:22:19 war es vollbracht. Trotz Defekts und schlechter Vorbereitung 10min schneller als im Vorjahr. Im nachhinein hoch zufrieden freue ich mich einerseits schon auf das nächste Jahr um die 6-Stunden-Schallmauer zu knacken aber auch auf die beiden heurigen Saisonhiglights die mit dem Grand Raid Cristalp und dem Ötztaler Radmarathon 2008 noch ins Haus stehen. Erschreckend|etwas ernüchternd|überraschend ist die Steigerung der Leistungsdichte bei der Trophy. Trotz einer 10 Minuten schnelleren Fahrzeit bin ich im heurigen Jahr um 85 Platzierungen weiter hinten gereiht.
link zu den pics: salzkammerguttrophy 2008
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24h tauplitz 2007
teilnahme beim 24h-rennen in tauplitz 2007 gemeinsam mit christian plangger und robert loidl. danke an unser betreuerinnenteam mit kathi, vicki und sonja …
pics unter 24h tauplitz 2007
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